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Allianz der Zivilgesellschaft entlarvt hinterlistige Selbstbestimmungsinitiative als Trojanisches Pferd

Montag, 22. Oktober 2018
Lea Schreier

Die Allianz der Zivilgesellschaft entlarvt am Montag, 22. Oktober den Täuschungsversuch der SVP im Abstimmungskampf um die Selbstbestimmungs-Initiative. Die Initiative ist ein Trojanisches Pferd für Demokratie und Menschenrechte. Mit einem satirischen Video-Clip und Aktionen mobilisiert die aus 120 NGOs bestehende Allianz gegen den hinterlistigen Versuch, den Grundrechtschutz und die Gewaltenteilung zu untergraben.

Im griechischen Mythos verschafften sich Soldaten versteckt in einem anmutigen Holzpferd unbemerkt Zugang nach Troja. Gleiches geschieht mit der so genannten "Selbstbestimmungs"-Initiative: «Unter der falschen Flagge der ‘Selbstbestimmung’ wollen die Initianten unbemerkt das Fundament unserer Demokratie angreifen», sagt Andrea Huber, Geschäftsführerin der Allianz. "Bei einem Ja zu dieser Initiative würde ein Trojaner in unsere Bundesverfassung geschleust, der Tür und Tor für Willkür und Diskriminierung öffnet."

Das am 22. Oktober lancierte satirische Kampagnen-Video lässt tief ins Innere des Trojanischen Pferdes blicken. Dort planen Andreas Glarner, Roger Köppel, Magdalena Martullo und SVP-Soldaten ihren Coup. Mit einem echten Trojanischen Pferd (8 auf 10 Meter) startet die Allianz der Zivilgesellschaft am Montag, 22. Oktober um 12 Uhr auf dem Bahnhofsplatz Bern eine Städte-Tour. Mit dieser auffälligen Aktion will die Allianz auf die Hinterlist der Initiative aufmerksam machen und die gut kaschierte SVP-Kampagne in der breiten Öffentlichkeit als Täuschungsversuch entlarven. Ob Menschen mit Behinderungen, Kinder, ältere Menschen, ob Frauen, die LGBT- Community oder alle, die sich im digitalen Raum bewegen – wir alle wären bei einer Annahme der Initiative betroffen. Denn das Bundesgericht müsste neu Gesetze auch dann anwenden, wenn diese gegen Grundrechte verstossen. Und wir würden die Möglichkeit verlieren, uns wirkungsvoll gegen Unrecht beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu wehren. Die Bilder der ersten Aktion sind ab dem 22. Oktober 16 Uhr auf der Kampagnenwebseite www.hinterlistig.ch. zu finden. Dort finden sich ebenfalls alle weiteren Daten zu den Auftritten des Trojanischen Pferdes, Kampagnenmaterial und erläuternde Unterlagen.

Website: hinterlistig.ch

Kontakt: Andrea Huber, Geschäftsführerin
Mail: andrea.huber@schutzfator-m.ch, Tel. 078 775 86 80

Weitere Aktions-Termine: 26. Oktober, Zürich / 30. Oktober, St. Gallen / 10. November, Luzern