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2018 – ein entscheidendes Jahr für die Menschenrechte

20 Dez 18
Xenia Hediger

Ein bewegtes Jahr neigt sich dem Ende zu. 2018 hat die Schweizer Bevölkerung mit dem klaren Nein zur SBI die Menschenrechte und den Rechtsstaat in der Schweiz verteidigt. 

Dass die SBI die Menschenrechte schwächen würde, war eines der drei überzeugendsten Argumente im Abstimmungskampf, wie Nachbefragungen zeigen. Das Trojanische Pferd war während den letzten Wochen als Symbol für die Auswirkungen der Initiative beinahe täglich präsent in den Medien. Dass die gegnerischen Parteien, die Gewerkschaften, die Wirtschaftsverbände und die NGOs im Abstimmungskampf gemeinsam vor den Folgen der SVP-Initiative für den Schutz der Menschenrechte gewarnt haben, stärkt die Menschenrechte und unsere Gesellschaft auch für die Zukunft.

Für uns ist es ein grosser Erfolg, dass wir mit 120 NGOs eine starke zivilgesellschaftliche Allianz aufbauen konnten. Diese Abstimmung hat gezeigt, wie viel diese Kraft aus der Zivilgesellschaft bewegen kann, auch dank dem Engagement von unzähligen Einzelpersonen. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für Ihren Einsatz. Es wurde sehr viel Freiwilligenarbeit geleistet im Teilen von Inhalten, Verteilen von Materialien, Vernetzten und finanziellen und inhaltlichen Unterstützen unserer Arbeit. Dafür sind wir sehr dankbar.

Mit der SBI ist sichtbar geworden, wie wenig die Menschenrechte im Alltag wahrgenommen werden. Die Diskussion um die Folgen der Initiative hatte darum den positiven Effekt, dass die Menschenrechte zum Thema geworden sind. Dies hat sicher auch das Verständnis und Interesse rund um den Grundrechtsschutz gefördert. Wir haben mit verschiedenen Erklärvideos, Faktenchecks, der Präsenz an Podien und in den Medien dazu beigetragen. Seit August 2017 wurde die Ausstellung «Meine Geschichte - Mein Recht» 57 mal gezeigt. Sie bildete in der ganzen Schweiz den Rahmen, um über die Menschenrechte ins Gespräch zu kommen. Diese grosse Nachfrage zeigt, wie stark das Interesse am Thema ist. Die kostenlose Ausstellung steht auch weiterhin zur Verfügung für Veranstaltungen.